Gel

Gel besteht im Allgemeinen aus mindestens zwei Stoffen (Phasen), einem flüssigen und einem festen Stoff. Diese Zusammensetzung erlaubt für den Gelbegriff eine breite Zuordnung, theoretisch ist alles zwischen einem idealen Feststoff sowie einer idealen Flüssigkeit als Gel zu bezeichnen (viskoelastisches Fluid). Eine allgemeine Definition für Gel existiert bis heute nicht und somit ist die Wahrnehmung eines Gels in aller Regel einfacher als dessen Beschreibung. Die weit verbreitetste Beschreibung eines Gels besagt das die feste Phase ein dreidimensionales Netzwerk bildet im welchem die flüssige Phase eingebettet ist. Die beiden Phasen (fest, flüssig) durchdringen sich dadurch vollständig und sind augenscheinlich nicht voneinander zu trennen. Die Wahrnehmung eines Gels wird dadurch getrübt, dass die Grenze oder vielmehr der Übergang von einem Feststoff zu einem Gel sowie der Übergang von einem Gel zu einer Flüssigkeit schwer erkennbar ist.

Der Übergang zu einem Gel (Gelierung) ist fließend und der Gelpunkt ab welchem ein Stoffgemisch als Gel bezeichnet wird hängt von der gewählten Definition sowie dem Vergrößerungsmaßstab ab. Von dem Vergrößerungsmaßstab deshalb, weil durch unsere alltägliche Betrachtungsweise, in welcher wir die Dinge um uns herum mit unseren begrenzten Sinnen beurteilen der Gelpunkt anders wahrgenommen wird als unter Zuhilfenahme von Apparaturen, wie z. Bsp. einem Mikroskop oder um noch tiefer in die Struktur einzudringen einem Elektronenmikroskop.