Aufbau der Chilibeere

Chilipflanzen gehören zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und innerhalb dieser Familie werden sie zur Gattung der Paprikagewächse (Capsicum) gezählt. Es werden etwa 30 Capsicum-Arten unterschieden, von diesen 30 Arten sind jedoch nur fünf von globalem Interesse hinsichtlich ihrer Kultivierung. Trotz der großen Vielfalt an Capsicum-Arten ist der Aufbau ihrer Früchte nahezu identisch. Die Früchte unterscheiden sich lediglich in ihrer äußeren Erscheinung sowie ihrer inneren Raumaufteilung durch die Anzahl der Scheidewände.

Der Aufbau der Frucht soll hier nun kurz erläutert werden.

Die Frucht hängt am Stiel welcher übergangslos in den Kelch übergeht. An dem Kelch hängt die Fruchthülle (Perikarp) welche sich aus drei Teilen zusammensetzt. Den äußeren Abschluss bildet die Fruchtwand (Exokarp), gefolgt vom Fruchtfleisch (Mesokarp) welches dann mit der Innenwand (Endokarp) seine Begrenzung findet. Auf der Innenwand sitzen die Fruchtscheidewände (Plazentaleisten) die das Innere der Frucht aufteilen und für Stabilität sorgen. Die Anzahl dieser Wände kann von Art zu Art variieren, es sind aber mindestens immer zwei. Aufgrund ihrer hellen Farbe lässt sich auf Anhieb erkennen, dass die Scheidewände zum plazentalen Gewebe gehören in welches sie dann auch ohne ersichtliche Abgrenzung übergehen. Vom Kelch aus erstreckt sich die Plazenta in das Innere der Frucht. Auf ihr sowie auf den Scheidewänden sitzen die Samen und beanspruchen je nach Art den gesamten Raum innerhalb der Frucht. Die weitverbreitete Annahme dass die Samen Schärfe enthalten ist falsch. Es kann jedoch während der Fruchtreife und der damit einhergehenden Produktion von Scharfstoffen durch Ausfällung in das umliegende Gewebe zur Kontamination der Samen kommen, sodass der Eindruck entsteht Samen enthielten Scharfstoffe.

Habanero Chili im Querschnitt

Habanero Chili im Querschnitt